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CVP Aesch als Brücken-Bauer

Sozialprojekt zu Gunsten arbeitsloser Jugendlicher

Die Jugendarbeitslosigkeit ist trotz anziehender Konjunktur nach wie vor ein Problem. Es kann für einen Menschen wohl nichts Gravierenderes geben, als ohne berufliche Perspektiven zu sein. Für Junge, die am Anfang des aktiven Berufslebens stehen, ist eine solche Situation ausserordentlich schwierig. Der soziale Absturz mit den bekannten Folgen – Alkohol, Drogen, Verwahrlosung – ist dann fast unvermeidlich. Das Projekt «Brücken-Bauer» der CVP Aesch will hier ansetzen und eine Übergangslösung schaffen.
Die Ausbildung junger Berufsleute ist sowohl für die Gesellschaft als auch für die Wirtschaft von zentraler Bedeutung. Die Gesellschaft bzw. der Staat müssen gerade in sozialer Hinsicht ein Interesse daran haben, dass junge Menschen auf eigenen Füssen stehen. Und die Wirtschaft ist auf qualifizierten Nachwuchs angewiesen. Der bereits stattgefundene und in gewissen Bereichen immer noch anhaltende wirtschaftliche Strukturwandel wirkt sich zwangsläufig auch auf die Situation im Lehrstellenbereich aus. Die Dienstleistungsbranche wächst ständig, der Gewerbe- und Industriesektor schrumpft. Mit den weiter wachsenden Anforderungen auch in handwerklichen Berufen sinkt zwangsläufig aber auch das Angebot an Arbeitsplätzen mit etwas geringeren Anforderungen.

Die Situation der Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt wird sich demnach nicht so rasch entspannen. Im Gegenteil, sie bleibt auch in Zukunft schwierig und wird sich in verschiedenen Bereichen weiter verschärfen. Gemeinsame Anstrengungen seitens Gesellschaft und Wirtschaft sind deshalb dringend erforderlich.

Die Chance, eine Lehrstelle zu finden, steigt mit der Qualität des Schulabschlusses. Trotzdem: Das Know-how der Schulabgänger entspricht den heutigen Anforderungen der Wirtschaft in vielen Fällen nicht mehr. Dennoch kann das Problem der Jugendarbeitslosigkeit nur dann nachhaltig gelöst werden, wenn auch für Leistungsschwächere beziehungsweise weniger gut ausgebildete Junge auch Lehr-, Arbeits- oder Teilzeitstellen angeboten werden.
Jeder junge Arbeitslose ist einer zu viel!

Für Schulabgänger, die nicht direkt in eine Berufslehre oder in eine weiter führende Schule übertreten können, ist die Gefahr gross, dass sie rasch aus dem sozialen Netz fallen. Untersuchungen zeigen, dass Jugendliche ohne sinnvolle Aufgaben und vor allem ohne Tagesstrukturen bereits nach zwei Monaten aus dem Tritt geraten.

Genau hier will die CVP Aesch mit ihrem neuen Sozialprojekt «Brücken-Bauer» ansetzen. Laut Landrat Urs Berger, dem Projektverantwortlichen, sollen betroffene Aescher Jugendliche die Chance erhalten, während eines Monats in einem Aescher Betrieb tätig zu sein. Folgende kurzfristige Ziele sollen mit diesem einmonatigen «Arbeitseinsatz» erreicht werden: Die Jugendlichen haben eine konkrete Aufgabe und erhalten eine Tagesstruktur, sie müssen sich in Betriebsstrukturen einfügen. Sie eignen sich Sozialkompetenzen an und erhalten Wertschätzung sowie Anerkennung für ihre Tätigkeit.
Projekt «Brücken-Bauer»: Fit für eine Lehre werden

Mit dem Projekt «Brücken-Bauer» sollen die Jugendlichen schrittweise und verständnisvoll mit der Realität des Lebens in Berührung kommen. Sie sollen harmonischer in den Wirtschaftsalltag und die Arbeitswelt integriert werden. Alle Jugendlichen, welche diesen Monate erfolgreich absolvieren, können anschliessend an den wöchentlich stattfindenden Stützkursen des KMU-Lehrbetriebsverbundes Baselland und Umgebung teilnehmen. Das Fernziel des Projektes ist klar: Die Jugendlichen sollen «Fit für eine Lehre» gemacht werden.

Kontakt und weitere Informationen:
CVP-Landrat Urs Berger
Telefon 061 927 65 30 (G)

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